Osterfüllsel

Osterfüllsel
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Zubereitungszeit

Zubereitungszeit
30 Minuten
Kochzeit
35–40 Minuten

Anzahl der Portionen

Zutaten

  • 800 g Räucherfleisch
    8 Brötchen oder 1 Baguette
    8 Eier
    250 ml Milch
    Salz und Pfeffer
    Muskatnuss
    mehrere Handvoll Kräuter nach Bedarf (junge Brennnesseln, Petersilie, Schnittlauch usw.)
    Schmalz und Semmelbrösel für den Bräter
    Ostermontag fällt dieses Jahr auf den ersten Apriltag, trotzdem haben wir dieses Rezept für traditionelles Osterfüllsel noch im März reingestellt. Warum? Weil wir es einfach nicht mehr erwarten können! Außerdem sollte dem Aberglaube nach schon am Gründonnerstag etwas Grünes auf den Tisch kommen – also warum nicht ein Füllsel voller Kräuter?
    Die Osterfeiertage werden generell mit einer ganzen Reihe von typischen Gerichten in Verbindung gebracht: an Aschermittwoch (im Tschechischen auch als „hässlicher Mittwoch“ bezeichnet) Kaiserschmarren (weil das Essen hässlich und misslungen aussehen sollte). Am Gründonnerstag etwas Grünes (deshalb wurde viel mit Petersilie, Spinat oder jungen Brennnesseln gekocht). Am Karfreitag, dem Fastentag, Fisch oder dicke Suppen, am Karsamstag Osterfüllsel und böhmische Heißwecke. Der Weiße Sonntag war der Höhepunkt der Osterfeiertage und neben Buchteln, Heißwecken, dem Hefeteiggebäck „Judas“ und Linsen durften Brühe und gebackenes Fleisch auf dem Tisch nicht fehlen. Und selbstverständlich das traditionelle tschechische Osterlamm, da sich die meisten Familien kein Lammfleisch leisten konnten und es mit dem süßen Lamm ersetzten. An Ostermontag wurden dann hauptsächlich Speisen aus Eiern gegessen, weil das Ei ein Symbol für die Wiederauferstehung ist. Und man backte eine weitere Runde Osterfüllsel. 
    Das Osterfüllsel wird je nach Region anders genannt und zubereitet. Ein gemeinsamer Nenner sind jedoch die Frühlingskräuter (junge Brennnesseln, Petersilie, Schnittlauch, Spinat oder Gundermann). Traditionell wurde es gleich mit drei Fleischsorten gebacken, mit Schweine-, Hammel-, Hasen-, Lamm-, Ziegen- oder Kalbsfleisch. Mancherorts wurden die Eingeweide mit verarbeitet, woanders wurde gar kein Fleisch genutzt, sondern beispielsweise Pilze. Die klassische Version wird mit Räucherfleisch und jungen Kräutern gebacken, so wie in unserem Rezept. 

Zubereitung

  • Das Räucherfleisch zuerst im Wasser kochen und dann auskühlen lassen und in Würfel schneiden. 
    Die Brötchen bzw. das Baguette ebenfalls in Würfel schneiden und in eine größere Schüssel schütten. Die Eigelbe in Milch schlagen, salzen, pfeffern und mit Muskatnuss würzen. Die Brötchen hineinstreuen und aufsaugen lassen. Die Kräuter kleinschneiden und in die Schüssel schütten, umrühren. Zuletzt Eischnee aus dem übrig gebliebenen Eiweiß vorsichtig untermischen. 
    Den Bräter mit Schmalz einfetten und Semmelbrösel ausstreuen. Den Teig hineinschütten und im vorgeheizten Backofen bei 200°C 35–40 Minuten goldgelb backen.

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